Kinderhaus – ein Angebot für Kinder aus belasteten Familiensituationen

Ziel des Kinderhauses des Zentrums Inselhof ist, Kindern aus schwierigen und belastenden Situationen kurz-, mittel- und langfristig ein Lebensumfeld zu bieten, das sie fördert und fordert, begleitet, stärkt und schützt. Die Kinder kommen immer aus Situationen, in denen der Kindesschutz nicht ausreichend gewährleistet ist. Dem Eintritt liegt in der Regel eine Massnahme der KESB (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde, früher Vormundschaft) zugrunde.

Der Alltag der Wohngruppen ist ausgerichtet auf die Bedürfnisse und die Entwicklung der Kinder in den entsprechenden Altersstufen. Aufbauend auf dem Grundgedanken der Widerstandsfähigkeit wird dem Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit – der Erfahrung, durch eigenes Tun etwas bewirken zu können – Rechnung getragen. Ein klarer, überschaubarer Rahmen (Tages-, Wochen und Jahresrhythmus) vermittelt Sicherheit und Halt im Bewältigen des Alltages. Die Kinder besuchen die Kindergärten und Schulen im Quartier.

Die Befindlichkeit und die Entwicklungsmöglichkeit des Kindes werden wesentlich durch die Einstellung der Eltern der Platzierung gegenüber beeinflusst. Deshalb wird eine intensive Zusammenarbeit mit dem Herkunftsmilieu angestrebt. Übergeordnetes Ziel ist, ein tragfähiges Netz für die Zeit nach dem Kinderhaus aufzubauen.

Details zum Angebot

  • 4 Wohngruppen für 7 bis 8 Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren
  • Kriseninterventionsplätze
  • Spielgruppe für 1–3 jährige Kinder
  • Vorkindergarten für 3 – 4 jährige Kinder
  • Psychologische Diagnostik und Spieltherapie
  • Mal-, Werk- und Musikatelier
  • Kontaktfamiliennetz
  • Enge Vernetzung mit den anderen Angebotsbereichen des Zentrums
  • Grosszügige Gruppenräumlichkeiten und ein weitläufiges Spielgelände