Kistenmodell

nach Regula Korman

Kinder, die die Möglichkeit erhalten, sich mit dem zu beschäftigen, was sie interessiert, lernen viel und entwickeln auf diesem Wege ihre Persönlichkeit. Beim Kistenmodell gibt es weder vorgefertigte Spielorte noch animierte Spielangebote. Die Räume sind reizarm, bieten viel Platz, und es steht thematisch geordnetes Spielmaterial in Kisten zur Verfügung. Dem Modell liegt ein entwicklungspsychologischer Ansatz zugrunde, der die Grob- und Feinmotorik, die Wahrnehmung auf unterschiedlichen Ebenen, die kognitive Entwicklung und das Sozialverhalten berücksichtigt. Das Freispiel ist ein fester Bestandteil im Tagesablauf der Kinder. Neue Ideen und Interessen der Kinder lassen neue Themenkisten und Materialangebote entstehen. Die Material- und Themenkisten sind für die Kinder frei wähl- und kombinierbar. Um die verschiedensten Interessen und Entwicklungsstadien einer Kindergruppe abzudecken, braucht es sehr viel unterschiedliches Material aller Art.

Wir gehen davon aus, dass Spielen ein Grundbedürfnis des Vorschulkindes ist.

Im Spiel lernt das Kind Zusammenhänge erkennen, es entwickelt sein persönliches Bild von der Welt und übt sich im Sozialverhalten. Das angebotene Material soll vielfältig verwendbar sein und alle Sinne ansprechen. Je weniger „offizielle“ Funktionen etwas hat, umso mehr Fantasie entwickeln die Kinder. Die Betreuungspersonen stehen den Kindern als Beraterinnen zur Seite, wenn das Spiel nicht in Fluss kommt oder Impulse nötig sind, um in das Spiel zu finden.

Die KITA bietet dazu:

• einen fantasievollen und strukturierten Tagesablauf, der den Kindern die Möglichkeit gibt, sich nach ihren Bedürfnissen zu beschäftigen

• Material und Themenkisten, die ein abwechslungsreiches

kreatives Spiel ermöglichen

• Raum für individuelle Entwicklungsschritte

• Förderung einer altersentsprechenden Selbständigkeit